Hebräisches Evangelium und synoptische Überlieferung

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Nachrichten über ein „hebräisches Evangelium“ reichen zurück bis in die älteste Zeit der Kirche. Bis in die Neuzeit hinein gehörte die Annahme eines, solchen hebräischen Vorläufers der kanonischen Evangelien zum überlieferten Gemeingut. Dabei wurde dieser Vorläufer traditionell als hebräische Urfassung des kanonischen Mt angesehen. Erstmals verknüpfte dann Hugo Grotius 1641 diese altkirchlichen Traditionen über ein hebräisches Evangelium auch mit Erwägungen zur synoptischen Frage:

„So wie nämlich Markus ene, wenn ich nicht irre, hebräische Schrift des Matthäus benutzte, so hat wiederum derjenige, der mit der griechische Übersetzer des Matthäus zu sein scheint, seinerseits den griechischen Markus benutzt. Denn das, was Markus aus Matthäus übernahm, das gab jener meist mit denselben Worten wieder, außer da, wo er das, was bei Markus in hebräischer oder chaldäischer Sprechweise ausgedrückt war, angemessener in die Regeln griechischer Rede übertrug.“

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